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"Sieh doch hin da ist mehr für dich drin als es scheint, diese Botschaft besitzt viel mehr Kraft als man meint..." (In Zeiten wie diesen - Mitten im Leben CD)


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Sommer 2020

Immer wieder kommt es vor, dass Ereignisse des Lebens oder einfach auch nur Tagesnachrichten mir die Richtigkeit meiner Gedanken, die sich ja in meinen Liedtexten ausdrücken, bestätigen. Als in diesen Tagen die Nachricht der Buchveröffentlichung Mary Trumps über ihren Cousin Donald Trump durch die Presse ging, fand ich ihr Zitat, dass D. T. als Kind nie geliebt worden sei. Sofort fiel mir auf meiner Flussaufwärts-CD das Lied "Unendlich geliebt" ein, in dem es heißt:  

"Sieh dieser Ehrgeiz nach Ruhm und nach Macht, sieh genau hin,
wie sie stoßen, wie sie treten, in der Öffentlichkeit beten, doch was ist der Sinn?

Es tut gut von so vielen bewundert zu werden, doch wir erfahren ja dann,
dass kein Beifall und kein Titel uns lange zufrieden stellen kann.

Im Refrain heißt es dann: 

Was wir suchen immer wieder und unser ganzes Leben lang,

ob in Macht und Erfolg,  vielleicht auch mit diesem Gesang,

ist die Sehnsucht, unstillbar, der große Wunsch auf Erden – unendlich geliebt zu werden."

Etwa zum gleichen Zeitpunkt wurden die nächtlichen Krawalle von Jugendlichen in Stuttgart thematisiert, die sich ja letztes Wochenende in Frankfurt in ähnlicher Weise wiederholten. Auch da geht es, so bin ich überzeugt, neben manch anderen Gründen, aber doch auch um die Sehnsucht wahrgenommen zu werden. So heißt es im gleichen Lied: 

"Sieh die Gewalt auf den Straßen der Welt, sieh genau hin,
wie der Mensch doch den Menschen verachtet, und was ist der Sinn ?
Es tut gut einmal Sieger und stärker zu sein, doch wir erfahren ja dann,
dass der Sieg der Gewalt und des Blutes uns nicht lang zufrieden stellen kann.

Was wir suchen immer wieder und unser ganzes Leben lang,

sowohl in Gewalt als in Stärke, vielleicht auch in diesem Gesang,

ist die Sehnsucht, unstillbar, der große Wunsch auf Erden – unendlich geliebt zu werden."

Die Rockband "Ärzte" haben das vor vielen Jahren ja auch schon treffend formuliert. Dort heißt es im Lied "Schrei nach Liebe" :                                                                                                       "Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe, deine Springerstiefel sehnen sich nach Zärtlichkeit..."   

Ja, ich bin davon überzeugt, es sind im Leben oftmals die gleichen Mechanismen, die unser Handeln bestimmen. So komplex unsere Psyche auch sein mag, so sehr dringt dann doch immer wieder diese Sehnsucht nach Liebe an die Oberfläche um dort in zum Teil bizarren, ja manchmal erschreckenden Formen Gestalt zu finden. Ist es nicht auch diese Unruhe von der Augustinus meint, dass wir sie nur wirklich beenden/befrieden können durch die Erfahrung der Liebe Gottes? Aber genau diese Erfahrung machen zu dürfen, scheint mir in unserer heutigen Welt manchmal unendlich schwierig. Auch die letzte Strophe in meinem oben erwähnten Lied setzt auf dieses große und doch so weite Ziel: 

Sieh diese Sehnsucht ist so alt wie die Menschheit und sie wird morgen noch
sein, und so viele all zu viele werden weiterhin trauen nur dem äußeren Schein.
Und doch gibt es Menschen die brennen vor Liebe trotz Schwäche und Schuld,
weil sie still niederknien vor dem Kreuz in Demut und Geduld.

Und der am Kreuz ruft uns zu unser ganzes Leben lang,

ob in Verzweiflung oder Freude, bestimmt auch in diesem Gesang

Nimm’s doch an, still ihn doch diesen großen Durst auf Erden,

du wirst unendlich geliebt werden.

Vertrauen wir darauf!

In diesem Sinne, wie immer mit herzlichem Gruß

Stefan Jakob




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